Biografie
Henri Poincaré, am berühmten Mathematiker und Physiker, wurde am 29. April 1854 in der französischen Stadt Nancy geboren. Er verstarb am 17.
Juli 1912 in Paris im Alter von 58 Jahren. Seine akademische Laufbahn begann er an der Sorbonne, wo er ab 1881 als Professor tätig war. Poincaré hielt Vorlesungen über Themen der mathematischen Physik wie Potenzialtheorie, Licht, Elektrizität, Wärmeleitung, Elektromagnetismus, Hydrodynamik, Himmelsmechanik und Thermodynamik.
Zudem leistete er bedeutende Beiträge zur Wahrscheinlichkeitstheorie. Er veröffentlichte etwa 500 wissenschaftliche Arbeiten und war einer der ersten, die sich intensiv mit komplexen variablen analytischen Funktionen beschäftigten. Neben Algebraischer Geometrie widmete sich Poincaré auch den Differentialgleichungen und Himmelsmechanik, wobei er insbesondere das Drei-Körper-Problem untersuchte.
Im Bereich der Wissenschaftsphilosophie verfasste er Werke wie "Der Wert der Wissenschaft" und "Wissenschaft und Hypothese", die auch ins Türkische übersetzt wurden. Durch seine Forschung im Bereich der mathematischen Physik trug er erheblich zur Algebra und zur Theorie der partiellen Differenzialgleichungen bei und gilt als der wahre Begründer der algebraischen Topologie. In der Himmelsmechanik untersuchte er divergente Reihen und entwickelte die Theorie der asymptotischen Entwicklungen.
Viele moderne Theorien wurden von Poincarés Forschungen beeinflusst. Er wird als einer der größten französischen Mathematiker des zweiten Halbjahres des 19. Jahrhunderts angesehen.