Biografie
Henry Dunant wurde am 8. Mai 1828 in Genf, Schweiz, als Sohn einer wohlhabenden und gläubigen Familie geboren. Sein vollständiger Name ist Jean Henry Dunant.
Er ist der Gründer des Roten Kreuzes. Im Jahr 1849 brach er sein Studium ab und begann eine Anstellung in einer Bank. 1852 gründete er die Genfer Sektion der YMCA-Bewegung und spielte 1855 eine Rolle bei der Gründung der Welt-YMCA-Allianz, als er zur Weltausstellung nach Paris reiste.
Mit 26 Jahren trat er in die Dienste eines Unternehmens ein, das in Nordafrika und auf Sizilien tätig war. Während seiner Reisen nach Algerien, Tunesien und Sizilien hielt er seine Beobachtungen in dem Buch „Notice sur la Régence de Tunis“ fest. 1856 gründete er in Algerien sein eigenes Unternehmen und beobachtete das Leben der Nordafrikaner.
Am 24. Juni 1859 war er Zeuge der Schlacht von Solferino und organisierte die Zivilbevölkerung, um den verwundeten Soldaten zu helfen. Nach seiner Rückkehr nach Genf verfasste er das Buch „Erinnerungen an Solferino“, das großes Interesse fand.
Im Jahr 1863 gründete er ein internationales Komitee, das das Rote Kreuz ins Leben rief, und ließ am 22. August 1864 die Genfer Konventionen unterzeichnen. Dennoch musste er 1867 aufgrund von Schwierigkeiten in seinem Berufsleben Insolvenz anmelden und ließ sich in Paris nieder.
Dort wurde er für seine früheren Arbeiten im Umfeld des Roten Kreuzes respektiert und entwickelte neue Projekte. Im Laufe der Zeit geriet er jedoch in Vergessenheit und zog sich zwischen 1875 und 1895 in die Isolation zurück. Im Jahr 1890 wurde bekannt, dass er noch lebt, und 1901 erhielt er den Nobelpreis für Frieden.
Henry Dunant verstarb am 30. Oktober 1910 in Heiden, Schweiz, im Alter von 82 Jahren.