Molla Lütfi

Wissenschaftler

Biografie

Molla Lütfi war ein bedeutender Mathematiker des 15. Jahrhunderts. Er wurde am 2.

Februar 1494 in Istanbul hingerichtet. Geboren in der Provinz Tokat, war er der Sohn des Kutbettin Hasan aus Tokat. Molla Lütfi erhielt eine umfassende Ausbildung im Bereich Mathematik und war Schüler von Sinan Pascha und Ali Kuşçu, während er später selbst als Lehrer von İbn-i Kemal fungierte.

Seine mathematischen Kenntnisse gab er an Sinan Pascha weiter, was dazu führte, dass Sinan Pascha einen bedeutenden Fachartikel in dieser Disziplin verfasste. Er begann, an der Ayasofya-Medrese zu unterrichten und wurde von Sultan Mehmed dem Eroberer zum Direktor der königlichen Bibliothek ernannt. Molla Lütfi kritisierte die abnehmende Bedeutung der Naturwissenschaften im Medresenunterricht, und wegen dieser Kritiken wurde er hingerichtet. Die Hinrichtung fand am 2.

Februar 1494 im Hippodrom von Konstantinopel statt. In seinen Werken präsentierte Molla Lütfi bedeutende Informationen über Mathematik und Wissenschaft, insbesondere ist er durch sein Werk „Taz’ifü’l-Mezbah“ bekannt, in dem er sich mit geometrischen Fragestellungen, insbesondere mit dem Delos-Problem, auseinandersetzte. Seine Schriften blieben bis ins 17.

Jahrhundert aktuell. Molla Lütfi machte sich in der Umgebung der staatlichen Autoritäten und Gelehrten einen Namen durch seine spöttischen Kritikpunkte, was dazu führte, dass er von einigen nicht gemocht wurde. Die Hinrichtung wurde von einigen wichtigen Persönlichkeiten der Zeit als ungerechte Unterdrückung eingestuft.

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