Biografie
Recep Bilginer wurde am 15. Mai 1922 in Adana geboren und verstarb am 17. Juni 2005 in Ankara im Alter von 83 Jahren.
Er ist bekannt als Journalist und Theaterautor, wobei er nach 1960 mit seinen Werken zu historischen, sozialen und politischen Themen in der türkischen Theaterlandschaft auf sich aufmerksam machte. Als Kind einer Familie mit dem Titel Tatarağası wuchs Bilginer auf und wanderte mit seiner Familie von Adana nach Beyşehir in der Provinz Konya. Nach dem Abschluss der Grundschule in Adana machte er seine weiterführende Schulausbildung in Konya und schloss 1940 die Konya High School ab.
Anschließend setzte er seine Ausbildung am Journalisteninstitut in Istanbul fort und begann nach seinem Abschluss seine journalistische Karriere bei der Zeitung Vatan. Im Jahr 1947 wurde er aufgrund eines Gedichts verhaftet und beschrieb seine Erfahrungen im Gefängnis in seinem Stück „Utanç Dünyası“ (Welt der Schande). Für dieses Werk erhielt er 1970 den Preis für den besten Autor.
In seinem Werk „Hapisliğim“ (Meine Haftzeit) befasste sich Bilginer mit den Schmerzen des Übergangs zur Demokratie und der Psychologie von Straftätern. Er war einer der Gründer des Verbandes der Theaterautoren und hatte dort lange Zeit das Amt des Generalsekretärs und des Präsidenten inne. Von 1989 bis 2000 war er Mitglied des Wissenschaftsrates und des Vorstandes des Atatürk-Kulturzentrums.
Zu seinen Werken zählen Theaterstücke wie „Gazeteciden Dost“ (Freund des Journalisten), „Utanç Dünyası“ und „Yunus Emre“ sowie eine Gedichtsammlung mit dem Titel „Bir Zamanlar“ (Es war einmal). Im Jahr 1998 wurde er vom Kulturministerium mit dem Titel des Staatskünstlers ausgezeichnet. In seinen Werken hebt Bilginer häufig gesellschaftliche Missstände und die Probleme der Landbevölkerung hervor.
Sein Grab befindet sich in Istanbul, im Stadtteil Zincirlikuyu.