Biografie
Rudolf Diesel, am 18. März 1858 in Paris, Frankreich, geborener deutscher Ingenieur und Erfinder. Sein voller Name ist Rudolf Christian Karl Diesel, und er verbrachte seine Jugend in England.
Mit Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges im Jahr 1870 emigrierte er mit seiner Familie nach England. Nach dem Ende des Krieges kehrte er nach Deutschland zurück und setzte seine Ausbildung in Augsburg fort. Im Alter von 14 Jahren teilte er seiner Familie in einem Brief seinen Traum mit, Ingenieur zu werden.
1873 begann er mit einem Stipendium an der Augsburger Technischen Hochschule zu studieren. 1890 zog er nach Berlin, wo er mit Karl von Linde zusammenarbeitete und in dieser Zeit an Dampfmaschinen arbeitete. Bereits 1887 begann Diesel mit der Entwicklung von Verbrennungsmotoren und erhielt 1892 dafür ein Patent.
In seinem 1893 veröffentlichten Buch „Theorien und Konstruktion des rationalen Wärmemotors“ unternahm er eine theoretische Untersuchung der Verbrennungsmotoren. 1885 eröffnete Diesel ein Labor in Paris und erhielt 1892 sein erstes Patent. 1896 stellte er sein neues Motorsystem vor, das für Schiffe, elektrische Kraftwerke und Pumpen zum Standard wurde.
Am 29. September 1913 beging er Selbstmord auf dem Dampfer Dresden im Hamburger Hafen, im Ärmelkanal. Die genauen Umstände seines Todes sind noch heute umstritten.