Biografie
Lucretius, 99 v. Chr. in Pompeji, Italien, geborener römischer Dichter und Philosoph, trug den vollständigen Namen Titus Lucretius Carus.
Sein episches Werk „De rerum natura“ (Über die Natur) gilt als eines der einflussreichsten Texte in der Geschichte der Literatur, Philosophie und Wissenschaft. Über sein Leben sind nur wenige Informationen bekannt; es wird angenommen, dass er aus einer adligen Familie stammte und sich von politischen und geschäftlichen Angelegenheiten fernhielt. Nach der Schreibung seiner beeindruckenden Werke litt Lucretius unter psychischen Problemen und beging 55 v.
Chr. im Alter von 44 Jahren in Rom Suizid. In seinen Schriften behandelte er Themen wie Atome, Leere, Wahrnehmungsformen und Willensfreiheit und hinterfragte die Gründe für die Existenz der Welt und des Lebens.
In „De rerum natura“ erklärte er die Lehren Epikurs und formulierte das Gesetz der Erhaltung der Materie. Lucretius argumentierte für die Existenz von Atomen und teilte die Existenz in Materie und Leere auf, wobei er betonte, dass Seele und Körper gemeinsam geboren werden und gemeinsam sterben. Zudem stellte er die These auf, dass das Universum grenzenlos sei und dass es zahlreiche Welten gebe, die wie Lebewesen geboren werden und wachsen.
Lucretius half, die Stoa in der römischen Welt bekannt zu machen und hinterließ einen tiefen Einfluss auf viele Philosophen und Wissenschaftler.