Biografie
Pablo Neruda, am 12. Juli 1904 in Parral, Chile geboren, war ein berühmter chilenischer Dichter. Mit seinem bürgerlichen Namen Ricardo Eliezer Neftalí Reyes Basoalto hat Neruda wesentlich zur weltweiten Anerkennung der lateinamerikanischen Literatur durch seine sozialen und politischen Gedichte beigetragen.
Seine Kindheit verlief schwierig, da seine Mutter an Tuberkulose verstarb, und er wuchs in kleinen Provinzbahnhöfen auf, wo sein Vater José del Carmen Reyes Morales als Schaffner arbeitete. Neruda schloss sein Hochschulstudium in Literatur und Philosophie an der Universidad de Chile ab und veröffentlichte 1923 sein erstes Gedichtbuch „Crepusculario“. In seinen Gedichten wurde er von den Strömungen des Symbolismus und des Surrealismus beeinflusst.
Er arbeitete im Außenministerium und hatte zahlreiche Konsularpositionen in verschiedenen Ländern inne. Während des Spanischen Bürgerkriegs stellte er sich auf die Seite der Republikaner. 1937 ging er nach Frankreich und beteiligte sich an den Vorbereitungen für den Schriftstellerkongress. 1945 wurde Neruda in das chilenische Parlament als Senator gewählt, sah sich jedoch 1949 aufgrund politischer Repression gezwungen, das Land zu verlassen.
Im Jahr 1970 unterstützte er Salvador Allende und wurde während Allendes Präsidentschaft als Botschafter Chiles in Frankreich ernannt. 1971 erhielt er den Nobelpreis für Literatur und verstarb am 23. September 1973 in Santiago, Chile, an Prostatakrebs.
Zu Nerudas bedeutendsten Werken zählen „Zwanzig Liebesgedichte und ein verzweifeltes Lied“, „Canto General“ und „Das Spanien in meinem Herzen“.